Zu meiner Person:

Jahrgang 1966, Dipl.-Geografin, aufgewachsen im Rheinland. 2002 – 2012 in Berlin, seitdem in Bralitz (Bad Freienwalde) lebend. Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und einem Sohn. Als Referentin für Umweltbildung in der Blumberger Mühle bei Angermünde tätig (Teilzeit), ehrenamtlich im NABU-Regionalverband Oberbarnim aktiv. Mitglied im Verein Haus der Naturpflege und Verein Musiktheater Brandenburg.

Grundlage meiner politischen Überzeugung bietet das Wahlprogramm der Grünen

 

 

 

 

Warum ich für Bündnis ´90 / Die Grünen kandidiere:

Ich möchte  mich einsetzen …

für einen anderen Politik-Stil: Den Umgang miteinander wünsche ich mir auf allen Ebenen freundlich, respektvoll, tolerant, sachlich und dem Gemeinwohl dienlich. Hierarchien sollten flach gehalten und Inhalte, echte Partizipation, Kommunikation sowie Transparenz im Vordergrund stehen.

für Vielfalt statt Einfalt: unsere Gesellschaft lebt von der Teilhabe aller Menschen, die hier leben wollen. Dies gilt für diejenigen, die schon immer hier waren, die zugezogen sind (woher auch immer) oder gar aus Not zu uns kommen. Alle, die bei uns Heimat suchen und sich einbringen möchten, sind willkommen.

für den Schutz unserer Lebensgrundlagen: dieses oberste Gebot sollte selbstverständlich sein, denn ohne sauberes Wasser, Luft und Böden zerstören wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise muss dringend in allen Bereichen Pflicht werden – das sind wir den Generationen nach uns schuldig.

für kommunalen Klimaschutz: Den Klimawandel ignorieren oder gar leugnen ist gefährlich und unverantwortlich! Er ist Fakt und wir müssen endlich schnell und konsequent handeln. Dies gilt in allen Bereichen, sowohl für Politik und Verwaltung, Unternehmen wie auch Verbraucher*innen.

Global denken, lokal handeln: regionale Produkte und Handwerk tragen zur lokalen Wertschöpfung bei, sichern Arbeitsplätze, schonen das Klima durch kurze Transportwege, und geben die Möglichkeit, die Märkte des Welthandels fairer zu gestalten. Bei uns ist besonders eine starke Kooperation Berlin / Brandenburg mehr als sinnvoll.

„Bio für alle“: eine ökologische Landwirtschaft schützt unsere Lebensgrundlagen und sorgt für eine gesunde Ernährung. Bio-Produkte, die regional und saisonal angeboten werden, sollten für alle erschwinglich sein. Daher wäre auch eine Umstellung der Verpflegung in Kitas, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen auf ungespritzte, frische Lebensmittel wünschenswert.

für pestizidfreie Zonen: Glyphosat und andere Insektenkiller haben auf unseren Feldern nichts zu suchen. Dem Schwund der Artenvielfalt auf dem Land ist dringend Einhalt zu gebieten. Dass es anders geht, zeigen gut funktionierende Ökolandbau-Betriebe.

gegen Lebensmittelverschwendung: Klasse statt Masse! Dieser alte Slogan gilt mehr denn je. Überproduktion, Überangebot und letztlich zu hoher Konsum wertvoller Lebensmittel muss vermieden werden. Weniger ist mehr, dafür qualitativ hochwertig – dann geht auch „Bio für alle“. Großer Respekt gilt denen, die Lebensmittel umweltfreundlich produzieren und solchen, die sie retten.

gegen die Vermüllung der Landschaft: Dafür sollte einerseits eine Öffentlichkeits-Kampagne gestartet werden, damit die Leute nicht mehr alles in die Landschaft werfen. Andererseits ist es aber auch dringend erforderlich, den Müll erst gar nicht entstehen zu lassen. Dies ist möglich durch umweltbewussten Konsum (z.B. „Weniger ist mehr“, Tauschen / Reparieren statt neu kaufen, Plastik vermeiden)

für blühende Inseln und Randstreifen: Es hängt alles zusammen – wenn wir uns für mehr Artenvielfalt einsetzen, heißt das weniger Mähen, dafür mehr wachsen und blühen lassen – dann kommen die Insekten wieder zurück und wir sichern damit auch unsere Lebensgrundlagen.

Wenn wir uns (wieder) als Teil der Natur begreifen lernen und aufhören, diese auszubeuten und zu zerstören, können wir vielleicht noch den größten Schaden abwenden – es gibt keinen Planet B !!!

Speziell für Bad Freienwalde würde auf meiner Agenda stehen:

-         Für eine Neuordnung der Ortsdurchfahrt (B 158) in Form eines Kreisels, der den Verkehr kommend von Berlin in der Größenordnung aufnimmt,
wie er vor Werneuchen und Tiefensee (dort bestehen gut funktionierende Kreisverkehre) bereits fließt.

-         Keine Ortsumgehungsstraße durch das Hammerthal oder andere sensible Waldgebiete. Dies ist bei dem in Zukunft zu erwartenden Verkehrs-aufkommen voraussichtlich nicht notwendig.

-         Lebendige Dörfer: die Ortsteile sollten als eigenständige Lebensräume auf Augenhöhe eingebunden sein und der Einfluss der Ortsbeiräte gestärkt werden. Bessere Vernetzung und Kommunikation fördern den Gemeinschaftssinn. Für ein Miteinander aller – egal ob Dorf oder Kernstadt… Für eine zukunftsfähige Entwicklung des ländlichen Raumes.

-         Landidylle und umgebende Natur haben einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität der Bewohner*innen, bieten aber auch großes Potenzial für nachhaltigen Tourismus. Dieser unterscheidet sich in den Dörfern gegenüber dem Gesundheitstourismus der Kurstadt – das eine schließt das andere jedoch nicht aus und sollte gleich wertgeschätzt sein.

-         Dafür ist der Ausbau des Radwege-Netzes dringend erforderlich (das kann ich aus eigener Erfahrung als Anbieterin einer Ferienwohnung sagen: der Bedarf ist groß!) und sollte ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

 

-         Grunddaseins-Vorsorge: Infrastruktur-Sanierung, Bildungseinrichtungen und soziale Angebote sollten im Vordergrund stehen – statt Geld in teure  Machbarkeitsstudien und Prestige-Projekte zu stecken…

 

 

URL:http://www.gruene-mol.de/wahlen/kommunal-und-europawahl-2019/kandidatinnen-kreistag/wahlkreis-1/evelyn-faust/